5 Schritte wie Du zu DEINER neuen Karriere kommst

Deine neue Karriere: „If you can dream it, you can do it!“

Seit vielen Jahren eines meiner Lieblingszitate von Walt Disney. Ich schreibe es immer wieder auf Flip-Charts in Seminaren und erzähle davon meinen Kunden, wenn Sie eine neue Karriere starten.

Lange Zeit ging es darum in seiner Karriere den Traumjob auszuüben, sich selbst zu verwirklichen und endlich das zu tun was man liebt. Die ganzen Karrierefibeln und Internetblogs sind voll davon.

Und natürlich bin ich dem auch gefolgt. Ich habe es selbst gelebt, meine Berufung gesucht und meinen Traumjob versucht zu finden und zu bekommen. Auch in meiner täglichen Arbeit in der Karriereberatung mit meinen Klienten ist das Thema Traumjob immer ein großes. Aber immer gefolgt von einem konkreten Plan, um ins Tun zu gelangen und Schritt für Schritt das gewünschte Ziel zu erreichen.

Und jetzt kommt auf einmal Shonda Rhimes, deren Buch „Year of Yes“ ich gerade lese und behauptet: „Vergiss die Träume! Sei ein Macher, kein Träumer!“

Das bringt mich erstmal komplett durcheinander. Nein, um ehrlich zu sein, es ärgert mich. Ich gebe doch nicht so einfach meine Träume auf. Ich liebe meine Träume.

Nun gut, ich lese weiter und schlafe ein zwei Mal über das Gelesene. Es lässt mich nicht mehr los. Was meint Shonda mit dieser Aussage?

In meinen Karriereberatungen folgt dem Wunsch nach dem Traumjob immer ein konkreter Plan, um ins Tun zu gelangen und Schritt für Schritt in die neue Karriere zu gelangen.

Das ist auch genau Shondas Aussage. Träume werden nicht wahr, nur weil du sie träumst. Es ist die Arbeit, das Tun, welches Dinge bewirkt und verändert. Nur durch das Tun machst Du Deine neue Karriere.

Wenn Du Schriftseller werden möchtest und Du träumst davon irgendwann ein berühmter Schriftsteller und Nobelpreisträger zu sein, wirst Du es nicht über Nacht. Du brauchst das Schreiben dazu. Also starte zu schreiben. Ein Schriftsteller ist jemand der schreibt – jeden Tag.

Wenn Du einen neuen Job suchst, such Dir einen, irgendeinen. Sitz’ nicht einfach zuhause und warte auf ein magisches Traumangebot. Mach etwas, bis Du Deinen Wunschjob ausüben kannst.

Das sind die fünf Schritte für Deine neue Karriere

Ich bin Ihnen selbst gefolgt und empfehle sie meinen Kunden immer, um ihre ganz persönliche Karriere zu bekommen:

1. Träume von Deiner neuen Karriere und Deinem Traumjob! Höre nicht auf zu träumen!

Träume, Wünsche und Ziele sind wichtig, das ist Dein innerster Antrieb.

Nimm’ Dir Zeit für Deine Träume, Deinem Traumjob und Deiner neuen Karriere! Nimm’ Dir regelmäßige Auszeiten, um Deinen Wünschen und Gedanken zu folgen.

Mal’ Dir aus „was wäre wenn ….“

Setz’ Dich in einen Liegestuhl und schau’ in die Ferne.

Sich seinen eigenen Gedanken und Träumen zu widmen, öffnet den Horizont und hilft gleichzeitig sich auf das Wesentliche zu fokussieren.

2. Behalte den Job, den Du jetzt hast bzw. such’ Dir irgendeinen Job, falls Du zur Zeit keine Arbeit hast.

Wichtig ist ins Tun zu kommen und nicht abzuwarten. Tue etwas und starte mit irgendetwas. Du kannst mit etwas beginnen und immer besser darin werden.

Der Weg zum Ziel ist das Tun, denn das Hier und Jetzt ist das Leben.

Im besten Fall startest Du mit etwas, das Dich wirklich interessiert.

Der Vorteil daraus, Du handelst und sammelst viel Erfahrung und die wirst in der Sache mit der Du Dich beschäftigst gut, vielleicht sogar richtig gut.

3. JobCrafting – gestalte Deinen jetzigen Job sinnstiftend

In Abwandlung an ein berühmtes Kennedy-Zitat könnte man also sagen: Frage nicht, was dein Job für dich tun kann. Sondern, was du für deinen Job – und damit indirekt wieder für dich selbst – tun kannst.

Mache kleine Dinge in Deinem jetzigen Job, die ihn für Dich aufwerten. Tätigkeiten, die nicht unmittelbar zu Deinem Aufgabenbereich gehören, die Dir aber guttun und Dir einen Sinn geben.

Amy Wrzesniewski hat den Begriff Job Crafting entscheidend geprägt und erzählt von einer Studie in einem Krankenhaus. Sie interviewte eine Reinigungskraft, die im Zimmer eines Komapatienten immer wieder die Bilder umgehängt hat und fragte diese Frau, warum sie das macht. Die Antwort der Frau: „that’s not part of my job, but that’s part of me!“ Sie glaubte daran, dass es dem Patienten helfen könnte, wenn er unterschiedliche Dinge wahrnimmt.

Hier erzählt Amy über ihre Studie:  JobCrafting

4. Werde aktiv und beginne mit kleinen Schritten deinen Interessen zu folgen.

Also raus aus dem Liegestuhl, komm’ ins Tun. Starte mit kleinen Dingen, die dich interessieren. Privat als Hobby oder, wenn du schon die Möglichkeit hast in Deinem Joballtag. Du kannst dann Schritt für Schritt mehr daraus machen.

Herminia Ibarra von der Harvard Business School kommt in ihrem Buch „Working Identity“ zu der Erkenntnis: Wir lernen, wer wir sind durch „Versuch und Irrtum“ in der Praxis, im Umgang mit anderen, nicht in der Theorie durch Introspektion. Außerdem scheinen wir in Sachen Berufsleben eine Vielzahl möglicher (Arbeits-)Identitäten zu besitzen, die wir nur in der Praxis konkret erforschen können.

Bei Liz Gooster kannst Du eine Rezension über Herminias Buch lesen: Working Identity

Das Learning-By-Doing-Prinzip hilft Dir Deinen Weg zu gehen, zu erkennen was Dir liegt und was weniger. Mit der Zeit und so mancher Erfahrung geht es immer mehr in die Richtung, die Dir liegt. Du wirst lernen Gelegenheiten zu erkennen und sie zu nutzen.

5. Suche Unterstützung und gib’ nicht auf.

 Ein Sprichwort sagt, wenn Du das tust, was Du liebst, werden auch die Menschen in Dein Leben kommen, die Deine Interessen teilen und Dich unterstützen.

Ich kann dem nur zu 100% zustimmen! Allerdings mag es auch manchmal so sein, dass man nicht einfach nur abwarten möchte, bis diese Menschen den Weg zu uns finden.

Es ist gut aktiv zu werden und Menschen, die einem weiterhelfen können direkt zu kontaktieren, sie anzusprechen, Fragen zu stellen, von Experten zu lernen, einen Mentor zu suchen. Umgib’ Dich mit Menschen, die Dir gut tun und die schon vieles erfolgreich gemeistert haben. Von ihnen kannst du viel lernen.

Und ab dann heißt es dabeibleiben. Gib’ nicht auf!  Der Weg, den Du gehst ist kein gerader. Er hat viele Kurven und viele Höhen und Tiefen. Besinne Dich in Zeiten der Tiefen auf die Menschen, die Dich unterstützen und Dir ein Vorbild sind und mach’ weiter. Ein paar Kurven weiter kommt mit Sicherheit der nächste Gipfel und damit Dein Erfolg!

Mein Fazit:

Shonda Rhimes Aussage „Sei ein Macher!“ in Kombination mit Walt Disney’s “If you can dream it, you can do it!” trifft es genau auf den Punkt. Wenn Du Dich selbst und Deine Träume gut kennst, kannst Du diese mit Deinen Stärken und Interessen in Dein alltägliches Tun bringen und Deine neue Karriere starten.

So passt alles zusammen und ich bin wieder versöhnlich mit Shondas Aussage.

Ich hoffe, ich konnte Dir mit meinen 5 Schritten eine Anleitung geben, wie Du zu Deiner ganz persönlichen neuen Karriere kommst.

Lies’ dazu auch meinen Artikel 8 Gründe für einen Jobwechsel.

Wenn dir mein Artikel gefallen hat, freue ich mich über ein Like und ein Teilen sowie auch Deine Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren!

Alles Liebe,
Deine BeMe

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